Den Scherz, dass sie ja in einem richtigen Saftladen arbeitet, hat Eva Adamidou natürlich schon oft gehört. Das Lachen darüber ist der Markthändlerin aber noch nicht vergangen – sie ist ein fröhlicher Mensch, der viel und gerne lacht. Vor 15 Jahren hatte sie damit begonnen, ein paar Stunden auf dem Marktstand auszuhelfen. „Das war nur so nebenbei“, erinnert sie sich. Der damalige Besitzer, ein eingefleischter Düsseldorfer, hatte den Namen des Saftladens mit einem Augenzwinkern gewählt. Als dieser vor zehn Jahren starb und seine Partnerin das Geschäft nicht fortführen wollte, übernahm Adamidou kurzentschlossen den Stand.
„Ich habe den Laden geliebt und wollte nicht, dass er geschlossen wird“, sagt die gebürtige Griechin, die im Alter von 15 Jahren nach Deutschland kam. Ständig neue Menschen treffen, mit frischen Lebensmitteln arbeiten und die besondere Atmosphäre auf dem Marktplatz – das war von Anfang an ihr Ding. Und schließlich war Adamidou das Dasein als Selbstständige schon vertraut. Auf der Tussmannstraße in Pempelfort hatte sie längere Zeit eine Trinkhalle betrieben, bevor diese zu einem Café umgebaut wurde. Ihre Präsenz ist auch auf dem Carlsplatz gefragt: Sechs Tage die Woche von 8 bis 18 Uhr steht die Händlerin mit einem oder zwei Kollegen hinter der Theke des Saftladens – im Sommer kommen noch ihre Tochter und ihr Neffe als Aushilfen dazu.
Den Smoothie-Trend hat Adamidou vor vier Jahren im Saftladen aufgegriffen. „Damals waren die Kunden noch skeptisch und kauften grüne Säfte nur zögerlich“, erinnert sie sich. Heute sind sie nicht mehr wegzudenken.